Juni 2020

Sieben Arten von ...

Menschen während einer Pandemie

Hannah Metzker (19) studiert Geschichte und Politikwissenschaft

Das Coronavirus und die damit einhergehenden Einschränkungen der Bundesregierung haben auf alle Menschen Einfluss. Wir sind damit konfrontiert, unseren gewohnten Alltag vollkommen umzustellen. Im Umgang mit dieser Herausforderung zeigen die Menschen sehr unterschiedliche Verhaltensweisen und Bewältigungsstrategien.

Die Toilettenpapier- und Nudelsammler

Massenhysterie und fehlender Hausverstand sorgen für leere Regale in den Supermärkten. Dabei werden, egoistisch wie Menschen nun mal sind, nicht nur vernünftige Mengen an Lebensmitteln und Hygieneartikeln gekauft, sondern gleich alles was da ist. Was mit den gekauften Artikeln dann passiert und ob sie jemals zur Verwendung kommen bleibt offen.

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Die Verschwörungstheoretiker

Von Sätzen wie „Bill Gates will uns impfen, um uns zu chippen“, „Das 5G-Mobilfunknetz hat die Corona-Krise verursacht“ und „Das Corona-Virus wurde absichtlich freigelassen, um Senioren zu töten“ hört man hin und wieder in diversen einschlägigen Medien. Und ja, es gibt Menschen, die das tatsächlich glauben. Sie verstecken sich gerne hinter Aluhüten und Trump-Wahlplakaten.

Die Pollen-Allergiker

Jede Berührung mit der frischen Luft wird im Frühling für Pollen-Allergiker zum Albtraum. Nicht nur, weil die Augen tränen und die Atemnot einsetzt – seit Corona reicht ein Nieser aus um alle Menschen in näherer Umgebung in Panik zu versetzen. Sie fühlen sich daher verpflichtet, sich ständig rechtfertigen zu müssen.

Der „Influenza ist genauso schlimm“ - Typ

Masken in Supermärkten??!! Soweit kommts noch! Ich kenn mich bei dieser Thematik viel besser aus als sämtliche Virologen dieser Welt! Wisst ihr eigentlich, wie viele Menschen jährlich an der Grippe sterben?? Schlimmer ist das mit diesem Corona auch nicht.

Der Umweltschutz-ist-Schmäh-von-gestern - Typ

Vor ein paar Monaten war der Umweltschutz (aus gutem Grund) noch hoch im Trend. Nun, so scheint es, haben die meisten Menschen wieder alles vergessen. Einwegmasken und Latexhandschuhe verzieren die Plätze und Grünflächen Österreichs und in den Supermärkten wird wieder zu den Plastikverpackungen gegriffen. Und sowieso haben wir jetzt andere Sorgen als den Klimawandel!

Die Angsthasen

Die Maske wird auch im Auto und in der eigenen Wohnung getragen – man weiß ja nie… Mit zitternden Knien macht man sich einmal monatlich auf den Weg zum Einkaufen, um sich mit Konservendose einzudecken – in voller Schutzausrüstung natürlich. Die FFP3-Masken werden dem Krankenhauspersonal gestohlen und kommen zusammen mit Taucherbrille und Latexhandschuhen im Supermarkt zum Einsatz.

Die introvertierten Quarantäne-Liebhaber

Der Quarantäne-Lifestyle ist das, worauf sie schon immer gewartet haben. Nun müssen sie ihre eigenen vier Wände nicht mehr verlassen und können Sozialkontakte vermeiden, ohne sich dafür zu rechtfertigen. Endlich wieder Zeit zum Bücherlesen. Nur schade, dass auch die Quarantäne irgendwann wieder vorbei sein wird.